alphaMAG - das Kundenmagazin der apm AG

Das alphaMAG erscheint seit dem Frühjahr 2015 zweimal jährlich und hält News aus der apm AG, Interessantes und Wissenwertes aus der Druck- und Medienbranche sowie Kulturelles und Regionales in und um Darmstadt und den Großraum Frankfurt für unsere Kunden und Geschäftspartner bereit.

alphamag 01/2017

Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt gratuliert dem Vorstand der apm AG, Denis Kämper zum Blauen Engel für Druckerzeugnisse
Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt gratuliert Denis Kämper, Vorstand apm AG

Seit Mitte Januar setzt die apm ein weiteres Zeichen für die Umwelt: Das Darmstädter Druckhaus ist autorisiert, Blauer Engel-zertifizierte Druckerzeugnisse zu produzieren. Der Blaue Engel für Druckerzeugnisse steht für einen reduzierten Energie- und Ressourcenverbrauch, Vermeidung von Gefahrstoffen und verringerte Emissionen. apm-Vorstand Denis Kämper erklärt, warum sich die apm dem aufwändigen Zertifizierungsverfahren gestellt hat und wie Sie als Kundinnen und Kunden davon profitieren.

DER BLAUE ENGEL FÜR DRUCKERZEUGNISSE – WARUM IST ER FÜR APM SO WICHTIG?
Der „neue“ Blaue Engel ist für uns ein wichtiger Baustein in unserer konsequent nachhaltigen sowie fairen und sozialen Unternehmensausrichtung. Er macht sichtbar, dass Umwelt- und Ressourcenschutz für uns nicht nur  trendgerechte Worthülsen sind, sondern dass wir tagtäglich in diesem Sinne leben und arbeiten. Und diese Glaubwürdigkeit geben wir an unsere Kundinnen und Kunden weiter, wenn der „Druck-Engel“ deren Printprodukte ziert.

REICHT DENN DER ETABLIERTE BLAUE ENGEL FÜR RECYCLINGPAPIER NICHT AUS?
Auf Recyclingpapiere mit dem Blauen Engel legen viele Kundinnen und Kunden schon lange Wert. Aber die neue Zertifizierung nach RAL-UZ 195 geht viel weiter und schließt Kriterien für den gesamten Druckprozess ein. Das heißt beispielsweise, dass wir mineralölfreie, schadstoffarme Druckfarben sowie emissionsarme Klebstoffe verwenden und ein effizientes Energie- und Abfallmanagement praktizieren. Es bedeutet auch, dass die verwendeten nachwachsenden Rohstoffe nicht aus genetisch veränderten Pflanzen oder Regenwaldabholzung stammen. Der neue Blaue Engel für Druckerzeugnisse belegt die bessere Umweltverträglichkeit des Produktes sehr umfassend.

ALSO EIN GANZHEITLICHER BLAUER ENGEL! WELCHE VORTEILE ERGEBEN SICH FÜR UNSERE KUNDINNEN UND KUNDEN?
Mit dem Blauen Engel können sie auf ihren Printprodukten ein sichtbares Zeichen für ihr Umweltbewusstsein setzen. Für immer mehr Unternehmen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Mensch und Natur einfach Teil ihres  Selbstverständnisses, ihrer Unternehmenskultur. Und rund 35 Prozent aller Kaufentscheidungen werden heute aufgrund von Umwelt- und Nachhaltigkeitskriterien getroffen. Mit dem Blauen Engel als dem bekanntesten Nachhaltigkeits-Label können Unternehmen ihr Engagement für die Umwelt glaubhaft kommunizieren.

ENTSTEHEN MEHRKOSTEN DURCH DIE NUTZUNG DES BLAUEN ENGELS?
Der Blaue Engel macht ein Produkt nicht zwingend teurer. Eventuell sind Anpassungen beim Papier, im Format oder der Heftung notwendig, die sogar zu Kostensenkungen führen können. Für die Anmeldung eines Produkts bei der Zeichenvergabestelle RAL gGmbH fällt eine Grundgebühr an. Dazu kommt ein Jahresentgelt für die Zeichennutzung, das sich nach dem jährlichen Gesamtumsatz aller mit dem Blauen Engel gekennzeichneten Produkte richtet. In den meisten Fällen liegen die Mehrkosten im Promillebereich. Gerade bei hohen Auflagen sind sie eigentlich zu vernachlässigen.

FÜR DEN KUNDEN ALSO KAUM EIN AUFWAND. ABER WIE AUFWÄNDIG WAR DIE ZERTIFIZIERUNG FÜR APM?
Bis zum Erhalt der Urkunde war es ein weiter Weg. Der gesamte Zertifizierungsprozess dauerte mit allen Vorbereitungen etwa 15 Monate. Dazu haben wir sämtliche Produktionsprozesse den Anforderungen des Blauen Engels angepasst. Da die nachhaltige und umweltschonende Produktion uns schon lange eine Herzensangelegenheit ist, konnten wir natürlich auf ein gutes Fundament aufbauen: Die Verwendung von Blauer Engel-gelabelten Papieren, Abfalltrennung und Recycling oder Energiesparmaßnahmen waren für uns keine neuen Themen. Zur Vermeidung umwelt- und gesundheitsbelastender Stoffe sowie zur Begrenzung der VOC-Emissionen haben wir diverse Testreihen durchgeführt und einige Einsatzstoffe angepasst: Unsere Druckfarbenserien etwa haben wir auf aromatenarme und Blauer Engel-zertifizierte Farben umgestellt, und unsere Klebstoffe sind zudem emissionsarm.

Wir freuen uns nun aber nicht nur über den Blauen Engel, sondern vor allem darüber, dass wir noch  umweltfreundlicher produzieren. Und: Jedes erreichte Ziel ist ein hervorragender Startplatz für einen Aufbruch zu neuen Ufern!

 

Interactive Automobile Atlas Europe mit App

Anfang 2017 erschien die High 5 Edition des interactive mobile Atlas Europe als erstes Produkt seiner Art auf dem Markt. Wir haben diesen neuartigen Atlas im Auftrag eines Kunden gedruckt und waren von diesem Printprodukt sofort so begeistert, dass wir auch für uns eine kleine Auflage eines apm-gebrandeten Atlas produziert haben.

Digitalisierung als Zusatznutzen
Optisch hält man einen ganz normalen Atlas in den Händen. Doch besonders macht ihn die neue High 5 Edition-App. Die auf der Augmented Reality-Technologie basierende App verbindet diesen „Auto mobile Atlas“ der neuen Generation mit der digitalen Welt und schafft so einen echten Zusatznutzen. Denn sie führt den Benutzer
über die Papierkarten zu wertvollen Reiseinformationen.

Der Vorteil liegt ganz klar in der Kombination von Neu und Alt. Man kann die Übersichtlichkeit der physischen
Karte nutzen und hat gleichzeitig bequem Zugriff auf die umfangreichen Informationen aus dem Web.

Wie das geht?
Einfach die App downloaden, den gewünschten Kartenausschnitt im Atlas scannen und sofort werden auf
dem Bildschirm des mobilen Geräts Aktiv-Links sichtbar. Tippt der Nutzer den gewünschten Link an, gelangt er zu Internet-Plattformen wie Wikipedia und Tripadvisor mit Informationen über ausgewählte Städte und touristische Sehenswürdigkeiten, Bewertungen und vieles mehr.

Zudem kann er sich aktuelle Wetterdaten mit Vorhersage für die nächsten zwei Tage anzeigen lassen. Und mit der
Fotofunktion lassen sich auch die an den besuchten Orten gemachten Fotos auf die Karte projizieren. So wird dieser
„Auto mobile Atlas“ zu einem ganz persönlichen, individuellen Reisetagebuch.

Laut Lorenz Beer, Inhaber und Geschäftsführer der High Five Edition AG, ist dieser Atlas der ideale Begleiter für Menschen, die gerne reisen und dabei die heutigen technischen Möglichkeiten nutzen, sich aber nicht  ausschließlich darauf verlassen wollen. Ganz nach dem Motto: „What’s not on the map is in the app.“
Die App, deren Funktionen Schritt für Schritt ausgebaut, optimiert und erweitert werden, ist kostenlos im Apple AppStore oder im Google Play Store erhältlich.

Die Kunst einer guten Landkarte
Wir haben uns natürlich gefragt, was die Kunst einer gut lesbaren Landkarte bzw. eines Atlas ist.

Lara Beer von der High Five Edition AG hat die Antwort darauf: „In einer Karte sind extrem viele Informationen vorhanden. So sind nebst Ortsnamen und Straßen beispielsweise auch Wald- und Gebirgsgebiete dargestellt. Die Kunst ist es, all diese Informationen so darzustellen, dass die Karte übersichtlich und gut interpretierbar ist und jeder die für ihn relevanten Informationen herauslesen kann. Hier ist vor allem die gestalterische Differenzierung der verschiedenen
Themen von großer Bedeutung.

Wichtig ist auch die Hervorhebung von größeren Städten zugunsten der Orientierung
sowie die Genauigkeit, sodass der Leser z. B. beurteilen kann, wie kurvenreich eine Strecke ist oder wie groß
die Höhenunterschiede sind. Grundsätzlich kann man sagen: Wenn man eine Karte ohne Legende lesen kann, dann ist es eine gute Karte.“

Individuelle Gestaltung
Drucktechnisch gesehen handelt es sich um einen konventionellen Atlas mit Standard-Kartenmaterial. Doch das stimmt
nicht ganz: Denn wir können das Cover ganz individuell nach Ihren Wünschen gestalten. Auch beim Material haben Sie die Wahl zwischen einem PVC- oder einem Softcover. Zusätzlich zum standardisierten Karteninhalt können wir Vor- und Abspannseiten in den Atlas einfügen, deren Inhalt zielgruppenspezifisch nach Ihren Vorgaben gestaltet werden kann.

Converse Workspace, Microsoft Unternehmenszentrale Schwabing

Könnte so das Büro der Zukunft aussehen? In einigen Unternehmen ist dies schon Realität

Unsere Arbeitswelt befindet sich in einem großen Wandel. Die Wissensgesellschaft spielt eine immer größere Rolle und dies spiegelt sich auch in der Art und Weise wider, wie tatsächlich gearbeitet und kommuniziert wird. Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten für organisatorische, räumliche und zeitliche Flexibilität. Menschen können sich stärker mit Ideen und Vorstellungen zu ihrer Organisation einbringen. Dazu müssen Möglichkeiten der Kommunikation schon im Arbeitsumfeld geschaffen werden. Teamarbeit muss stärker gefördert aber auch möglich gemacht werden. Aber wie kann das konkret aussehen?

Non-territoriales Büro, Desk-Sharing, Open Space. Bei der Gestaltung von Bürolandschaften trifft der Betrachter auf die unterschiedlichsten Bezeichnungen. Klar ist, Büroalltag und Büroarbeit verändern sich und werden sich künftig weiter verändern. Digitalisierung, zunehmende Vernetzung, Arbeiten in Teams – das alles sorgt für eine neue Grundphilosophie und eben auch für die Neugestaltung von Schreibtisch, Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld.

Das Fraunhofer Institut beschäftigt sich schon seit langem mit modernen innovativen Arbeitswelten. Umgesetzt werden solche neuen Arbeitsplatzkonzepte beispielsweise in der neuen Microsoft-Unternehmenszentrale in Schwabing sowie bei der Commerzbank.

„New Work“ nennt beispielsweise die Commerzbank ihr Programm einer offenen  Bürogestaltung. Allein in Frankfurt arbeiten an mehreren Standorten 2.800 Beschäftigte innerhalb dieses Konzeptes, in Hamburg sind es noch einmal 1.250. Berlin soll in diesem Jahr folgen. Ziel ist es, die bestmögliche  Arbeitsumgebung für die tägliche Arbeit zu schaffen. „Bereits heute können die Beschäftigten in bestimmten Gebäuden in ihrem Arbeitsumfeld täglich verschiedene Arbeitsplätze und -räume wählen, je nach benötigter Arbeitsanforderung.

Diese Flexibilität ermöglicht es ihnen, regelmäßig ihren Arbeitsplatz zu wechseln und sich mit den Kolleginnen und Kollegen zusammenzusetzen, mit denen sie gemeinsam arbeiten“, teilt das Geldinstitut mit und fasst damit in wenigen Worten die Idee zusammen. Genau das ist es, was apm-Vorstand Denis Kämper beeindruckt. Die Büros seien zudem so gestaltet, dass ein positives Grundgefühl entsteht. „Alles ist sehr hell und wirkt besonders kommunikativ. Der Informationsaustausch untereinander funktioniert wesentlich besser, als wenn Menschen von Büro zu Büro laufen.“ Und ist Ruhe vonnöten, beispielsweise bei einer Telefonkonferenz, gibt es helle, von Glas umgebene Besprechungsräume, in denen die Konferenz stattfinden kann.

Auch apm-Personalleiterin Petra Werkmann ist von „New Work“ angetan. „Teppiche, die Schall schlucken, ebensolche Wände, alles ist darauf ausgerichtet, dass jeder kommunikativ und dennoch in Ruhe arbeiten kann“,  unterstreicht sie. Es gibt im Grunde keinen festen Arbeitsplatz. Der große Vorteil der neuen Einrichtung ist, dass Menschen projektbezogen zusammensitzen können. Und so entsteht die Möglichkeit, völlig variabel, je nach Vorhaben und Aufgabe, neue Gruppen zu bilden, ohne aufwendig irgendetwas umräumen zu müssen. „Dennoch behält jeder seine Individualität“, betont Petra Werkmann.„Meine Zugangskarte lädt mein Profil sowohl am Telefon als auch im Arbeitsrechner. So bleibt z. B. meine Telefondurchwahl an jedem Ort dieselbe. Ich kann somit an jedem x-beliebigen Ort der Firma mit allen dazugehörigen Daten professionell arbeiten.“

Dennoch gibt es eine  Privatsphäre. Natürlich kann jeder das Bild seiner Familie auf dem Schreibtisch stehen haben. Dort bleibt es jedoch nicht, es wandert über Nacht in das private (clean desk) Fach des Mitarbeiters und kann am kommenden Tag wieder auf einen anderen Schreibtisch gestellt werden.

Kommunikation wird allerorten gefördert. So gibt es im Foyer Sitzecken mit Stühlen in unterschiedlichen Sitzhöhen. Diese Nischen können gebucht werden,dort lassen sich intensivere Besprechungen durchführen. So wird die Büroatmosphäre nicht unnötig gestört. Die Kaffeeküche, klassischer Ort für den kreativen Dialog untereinander, wird institutionalisiert. Man trifft sich dort also nicht mehr zufällig, sondern ganz bewusst, der Raum bietet  ausreichend Platz dafür.

„Das Ganze ist auch ein Modell für apm“, bekennt Denis Kämper. Allerdings ist es nötig, sich für die mögliche  Umsetzung viel Zeit zu nehmen. Im Vorfeld muss es eine Analyse für jeden Arbeitsplatz geben. Telefonzeiten,  Rechnerzeiten, Besprechungszeiten, all das muss dabei erfasst werden. Dies alles ist in jeder Abteilung sehr  unterschiedlich. Und es gilt natürlich, die vorhandenen Räumlichkeiten zu berücksichtigen und zu bewerten.

Auch die Personalleiterin glaubt, dass die offene Arbeitsplatzgestaltung ein Modell für die Darmstädter Druckerei sein könnte. Allerdings sieht auch sie eher Eile mit Weile als Maxime für ein solches Vorgehen. „Auch kritische Anmerkungen müssen gehört und in die Überlegungen einbezogen werden.“, sagt Petra Werkmann. Und sie betont ebenfalls, dass alle Bedingungen erst geschaffen werden müssen. „Das beginnt ganz einfach damit, dass nahezu alle Unterlagen zu  digitalisieren sind.“ Dies ist Voraussetzung für den Zugriff von verschiedenen Standorten.Bei der apm käme vor allem die Administration in Betracht für eine neue Bürogestaltung. Nähme man Einkauf, Innen- und Außendienst dazu, würde es rund 35 Mitarbeiter betreffen.

Die Commerzbank hat ihr neues Bürokonzept bereits 2014 eingeführt. Auch das  Geldinstitut hat sorgfältig vorgearbeitet: Von der Prüfung bis zur Umsetzung wurden am Standort Hamburg zwölf  Monate benötigt.

In Frankfurt einen Druckauftrag hochladen, diesen 10 Minuten später in Tokio anschauen und von dort aus den Druck bei der apm AG in Darmstadt freigeben. Realisiert wird dies durch ein System mit dem Namen KODAK InSite, das den Kundinnen und Kunden der apm AG seit Februar 2017 eine Live-Verfolgung ihrer Druckaufträge ermöglicht.

KODAK InSite ist im Wesentlichen ein Internetportal, mit dem ein Kunde sehr einfach die Daten für seinen Druckauftrag hochladen und beispielsweise Seiten anschauen, überprüfen oder austauschen und für den Druck freigeben kann.

„Dieser Service, der bislang meist nur von großen Verlagen genutzt wurde, steht seit Februar dieses Jahres auch den Kundinnen und Kunden oder Agenturen der apm AG zur Verfügung“, erklärt Marcus Drescher, Leiter IT und Pre Media bei der apm AG.

Ganz gleich, ob Flugblatt oder mehrseitiges Magazin, der Auftraggeber kann die Daten für seinen Druckauftrag selbstständig hochladen und bekommt kurz danach per E-Mail mitgeteilt, dass ein sogenanntes Ansichts- oder Blätter-PDF bereit steht. Dieses PDF lässt sich wie das fertige Produkt durchblättern und zeigt die einzelnen Seiten so, wie sie gedruckt werden.

Der Kunde bzw. die Agentur kann Details wie Randbreite oder sogar die Farbwerte kontrollieren, wenn nötig Kommentare einfügen oder auch Seiten austauschen. Wenn alles in Ordnung ist, wird die Vorlage für den Druck freigegeben; falls nicht, kann der Druck gesperrt werden. Markus Drescher ist von KODAK InSite begeistert, weil es die Abläufe sowohl für die Kunden als auch für die apm AG enorm beschleunigt und komfortabler gestaltet. Eine Win-win-Situation also.

Bislang mussten die vom Auftraggeber hochgeladenen Daten wesentlich zeitaufwendiger zu einem Ansichts-PDF verarbeitet werden, in welchem aber nichts redigiert werden konnte. Mit dem neuen System werden die Daten automatisch innerhalb von Minuten gerippt und online bereitgestellt, was sozusagen eine Live-Verfolgung des Druckauftrags ermöglicht.

Für die Kunden bringt KODAK InSite keine zusätzlichen Kosten, sondern lediglich eine kurze Einführung mit sich. Die Einführung des Systems bei der apm AG erforderte hingegen einen deutlich höheren Aufwand. So mussten zum Beispiel diverse Hardwarekomponenten eingerichtet und mit dem Managementsystem des Betriebs verknüpft werden.

KODAK InSite-geschulte Kunden können auch über einen sogenannten RBA (Regelbasierten Automatismus) die Belichtung der Druckplatten freigeben. Das kann im Prinzip zu jeder Uhrzeit und von jedem Ort der Welt aus geschehen.

Möchten Sie auch gern KODAK InSite nutzen?
Dann freut sich Ihr zuständiger Auftragsmanager / Verkaufsaußendienst auf Ihren Anruf oder senden Sie eine E-Mail an
vertrieb@apm.ag

 

Prof. Dr. Nina Janich ist Jurysprecherin bei der Wahl zum Unwort des Jahres

Seit Mitte Januar kennen wir es: das Unwort des Jahres 2016. „Volksverräter“ wurde, wenig rühmlich, zum sprachlichen Ausrutscher der abgelaufenen zwölf Monate gekürt. Das Wort sei ein „Erbe von Diktaturen“, hieß es seitens der Jury. Der Begriff sei diffamierend und würde ernsthafte Diskussionen abwürgen. Alljährlich wird Darmstadt zur Hauptstadt des deutschen Unwortes.

Die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich ist Sprecherin der Jury, die am Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft der TU Darmstadt beheimatet ist. Das Gremium hatte aus über 1.000 Vorschlägen für das vergangene Jahr den sprachlichen Fauxpas herauszufiltern. „Volksverräter“ war schließlich der Übelbegriff. Wir hatten Gelegenheit, schon im Vorfeld mit Prof. Dr. Nina Janich über das Unwort, die Jury und die Idee zu sprechen.

Frau Janich, Sie sind seit 2011 Jury-Sprecherin bei der Wahl zum Unwort des Jahres. Wie ist es zu der Idee gekommen, das Unwort zu wählen?

Das ist eigentlich eine Idee von Horst-Dieter Schlosser gewesen, das ist ein Frankfurter Germanist und Sprach-wissenschaftler, der inzwischen pensioniert ist. Er hat im Unterricht oder bei einem Vortrag gesagt, man müsste mal ein Unwort wählen und den öffentlichen Sprachgebrauch in der Form sprachkritisch in den Blick nehmen. Daraus wurde dann 1991 eine allererste Aktion gemacht, die offensichtlich einen solchen Widerhall in der Presse fand, dass daraus dann eine feste Jury entstanden ist.

Hat es Sie nie gestört, dass das Unwort so negativ klingt? Man hätte sich ja auch für das schönste Wort des Jahres entscheiden können?

Mit dem Schönen beschäftige ich mich ja beruflich sowieso und damit ununterbrochen mit Sprache, und da gibt es viele Möglichkeiten, sich mit den schönen und interessanten Seiten der Sprache zu beschäftigen. Das Unwort ist eigentlich nur ein sehr kondensierter Blick auf Sprachkritik. Das hat mich nicht so sehr gestört, weil ich es nicht problematisch finde, wenn man Sprachbewusstsein dadurch schafft, dass man mal ein Schlaglicht auf problematischen Sprachgebrauch in Form von Einzelwörtern richtet.

Das Problem ist manchmal eher die Reaktion der Leute. Es war immer schon sehr kontrovers, und es gibt immer sehr viele zustimmende, aber auch sehr viele ablehnende Positionen. Im Moment sind wir in so einer Phase, in der es immer politischer wird, weil immer mehr Wörter aus politischen Feldern eingeschickt werden, und da gehen natürlich auch die Emotionen immer sehr schnell sehr hoch. Das ist manchmal anstrengend.

… und Sie sind Anfeindungen ausgesetzt. Können sie mal ein Beispiel nennen?

Wenn die Pressekonferenz läuft, und das Unwort geht über den Ticker, dann dauert es höchstens zehn Minuten, bis die erste böse E-Mail im Dekanat ankommt, also häufig auch an falsche Adressen. Ganz oft wird es missinterpretiert als, man darf nicht mehr sagen was man will, das sei Zensur und wir würden uns sozusagen selbst widersprechen, dass wir durch Sprachkritik – die sich eigentlich für einen konstruktiven Sprachgebrauch und eine sachliche Diskussion  ausspricht –, dass wir dann eben Wörter wählen, die wir kritisieren und die man nicht mehr benutzen soll.

Gab es Unwörter, die Sie eigentlich gar nicht so schlimm fanden?

Das ist öfter so. Wir haben einen Grundsatz, dass wir immer eine Konsensentscheidung treffen müssen, egal wie lange wir diskutieren. Wir wählen nur Wörter, die wir alle irgendwie verteidigen können, weil wir alle in die Situation kommen können, darüber Interviews geben zu müssen. Diese Diskussion miteinander und immer auch mit einem Gast aus der Politik oder den Medien macht uns auch am meisten Spaß.

Werden Unwörter nach ihrer Wahl häufiger oder weniger verwendet?

Ich glaube weder noch. Es ist nur ein Wort, das mehr Aufmerksamkeit bekommt, wenn es verwendet wird. Ich glaube eines der wenigen Worte, das nach seiner Wahl nicht mehr oder kaum noch verwendet wurde war „Dönermorde”. Da schien es so einen Aha-Effekt gegeben zu haben. Zumindest schließe ich das aus den Reaktionen vieler Journalisten. Seitdem wird ja von NSU-Morden gesprochen.

Welches Unwort hat die größte gesellschaftliche Debatte ausgelöst?

Meinem Eindruck nach war das das Wort „Lügenpresse”. Nach der Wahl dieses Wortes waren die Reaktionen am heftigsten und am weitesten verbreitet. Auch viele Kollegen haben mir danach geschrieben und meinten es wäre überraschend, wie viele Leute sich dazu geäußert hätten und meinten, sie müssten sich jetzt politisch verantworten. Wir haben das Wort im PEGIDA-Kontext gewählt, weil es keine Bereitschaft zum Gespräch mehr gibt, wenn man das einfach als Pauschalvorwurf in die Welt stellt.

Welches ist denn Ihr „liebstes” Unwort des Jahres?

Eigentlich „alternativlos”. Das ist das einzige Adjektiv, das wir je hatten. Es hat ja auch nochmals eine etwas andere Qualität als viele andere Unwörter. Viele andere sind ja tatsächlich stark diffamierend oder sehr stark verschleiernd. Das Wort „alternativlos” hat so einen besonderen Charakter. Deshalb haben wir auch dieses Kriterium „verstößt gegen demokratische Prinzipien” aufgenommen, weil wir gesagt haben, es muss auch möglich sein, Wörter zu nehmen, die sozusagen als Totschlagargumente verwendet werden, wobei Totschlagargument vielleicht auch ein Unwort ist.


alphamag 02/2016

alphamag 01/2016

alphamag 02/2015

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Herausgeber:

apm alpha print medien AG, Kleyerstraße 3, 64295 Darmstadt

 

Redaktion:

Janette Schnauber - apm alpha print medien AG;
Michael Klein - www.gute-themen.de;

 

Layout und Druck:

apm alpha print medien AG, Kleyerstraße 3, 64295 Darmstadt

 

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Janette Schnauber, Vorstandsassistenz und Marketing

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